Aufenthalt in Karl-Marx-Stadt/Kirchberg 1954-1983

Nachdem Marianne Brandt am 30.9.1954, einen Tag nach ihrem 60. Geburtstag, das Institut verließ, arbeitete sie kurz selbstän-dig in Berlin für das Institut weiter. Später in Karl-Marx-Stadt wohnte sie gemeinsam mit ihrer Schwester Hanna - die andere Schwester Susanne lebte in Ber-lin (West) - in der nach dem Krieg primitiv rekonstruierten Dachwohnung ihres Hauses, welches, im-mer noch im Familienbesitz war. Bedenkt man die Handwerker- und Materi-alsitu-a-tion in der damaligen DDR, konnte es nur schwer erhalten werden.

In der Mitte der fünfziger Jahre wurden die bis dahin fortwährenden Bemühungen um eine de-mokratische Wiedervereinigung der beiden deutschen Staaten unrealistisch. Die Verzerrun-gen des Kalten Krieges hatten bis in die künstlerischen Bereiche hinein zu vereinfachenden Urteilen geführt. Mit der politisch-ideologischen Definition von Formgestaltung und der Formalismusde-batte war das Bauhaus weiterhin verrufen. Marianne Brandt flüchtete sich in kleine Keramik-fi-gür-chen und Malerei. Beeinflußt durch die Chinareise gestaltete und zeichnete sie überwiegend chinesi-sche Motive, Menschen bei der Arbeit, spielende Kinder und Frauen. Sie reflektierte einen, außerhalb der von der DDR gezogenen Grenzen befindlichen, anderen fremden Kultur-kreis, der sie stark beeindruckt hat. Aber sie konnte nicht ungebrochen reagieren, sondern nur verfälscht durch das Wissen um den Stalinismus und des ständigen Druckes in der DDR. Diese Erfahrung einer anderen Welt hatten sie geprägt.

Wieder begann sie sich um die Teilnahme an Aus-stellungen zu bewerben. In Zwickau wurde alljährlich der "Max-Pechstein-Preis" vergeben. 1956 bewarb sie sich mit 4 kleinen Entwürfen in Keramik, "Chinesische Mutter mit zwei Kindern", "Chinesische Hühner-mädchen", "Klein Liu" und mit der Plastik der singenden chinesischen Landarbei-terinnen, die sie 1960 abermals dazu ein-reichte, dies-mal in getöntem Gips. Für die ebenfalls 1960 zum "Kunstpreis der Stadt Zwickau - Max Pechstein" eingereichte, aber 1959 gefertigte Keramikplastik "Chinesisches Kind beim Spiel", erhielt Marianne Brandt eine Anerkennungsurkunde. Im nächsten Jahr 1961, wurde die-ser Kunstpreis in Verbindung mit der Kunstausstellung des Bezirkes Karl-Marx-Stadt vergeben, diesmal beteiligte sie sich mit der Terrakottaarbeit "Kind mit Schuh". Alle Keramikfiguren waren gebrannt, einen Brennofen konnte sie demnach bei irgend jemandem nutzen. Spätere Keramikfi-gu-ren wie die Tanzenden aus den sechziger Jahren sind leider nicht mehr gebrannt. An den all-jährlich stattfindenden Mittel-sächsischen Kunstausstellungen nahm sie nur 1958 mit einer Plastik in Gips "Märchen von der Unke nach Grimms Märchen" teil. 1967 wurde in Dresden die Aus-stel-lung "Moderne Formge-staltung" organisiert. Marianne Brandt war mit eigenen Exponaten ver-treten.

1966 schrieb Marianne Brandt an die Bernsons, ihre alten Freunde aus der Weimarer Zeit, "Von mir ist nicht viel, doch als Extrakt zu sagen; gehe schon seit Jahren lahm, am Stock, komme selten zu künstlerischer Arbeit, doch ist diese noch immer meine einzige mich erfüllende Tätig-keit. Schon seit 10 Jahren nicht mehr in festem Beruf lebe ich mit einer Schwester im alten ziem-lich mitgenommenen Elternhause." (BHA 12730/6)
Sie hatte weder handwerkliche, geschweige denn industrielle Produktionsbedingungen. Ihre Gestaltertätigkeit war auf unauf-wendige Technologien beschränkt. Sie nähte sich eine Schürze aus Resten von "Tutzinger Stoff-drucken", in der sie von Hajo Rose fotografiert wurde. Dieses Foto schickte sie Freunden. " So ungefähr sehe ich aus, nur meist mit Stock, ist aus Eitelkeit weggelas-sen." (Brandt 1966a) Ein sehr enger guter Freud von Marianne Brandt war Kantor Walter Otte von der Lutherkirche, der sie häufig besuchte.

Unbekannt ist, wie lange sie die norwegische Staatsbürger-schaft behielt. Ein Antrag ihrerseits von 1955, die deutsche Staatsangehörigkeit annehmen zu dürfen, wurde mit einer Einladung zu einem Gespräch abgelehnt. Marianne Brandt notierte daraufhin, "abschlägig! Vertagt auf bessere Zeiten." (Mitteilung 1955) Das Verhältnis der Nazis zu Ausländern ist bekannt. Auch während der DDR-Zeit war es nicht unproblematisch. Marianne Brandt machte zwei mal die Erfahrung einer inneren Emigration. Unter dem furchtba-ren Druck der Nazizeit und unter dem Druck, der durch den Stalinismus in einer anderen Weise von vorne begann, wendete sie sich anderen Dingen zu. Nur während des kurzen Schaffensprozesses nach dem Krieg in Dresden, begann sie erneut hoffen.
Marianne Brandt dürfte sich vermutlich nicht getraut haben, funktional oder non-figurativ zu arbeiten, da es nicht erwünscht war, ebenso wie andere, Müller-Eibenstock und Albert Hennig beispielsweise. Das war für ihr künstlerisches Schaffen einschnei-dend und tragisch, zugleich auch für viele andere ihrer Generation. Marianne Brandt hatte zwar Malerei studiert, entwickelte und fand ihren Weg jedoch am Bauhaus im Bereich der Formgestaltung. Das war ihr eigentliches Me-tier, in dem sie sich artikulierte. Nachdem ihr die Grundlage für Produktgestaltung entzogen wurde, mußte sie im bildkünst-lerischen Bereich an die Entwicklungsstufe nach dem Studium in Weimar anknüpfen, ein Prozeß, der während der Nazizeit schon einmal stattgefunden hat. Beide Zeiten, nur auf verschiedene Weise, waren für eine kreative Entwicklung ihres bildkünstleri-schen Könnens nicht günstig. Durch die Umstände bedingt, vermochte Marianne Brandt es nicht, sich im bildkünstlerischen Bereich zu verwirklichen. Außerhalb ihres eigentlichen Metiers arbeitend, konnte sie an ihre herausra-genden Fähigkeiten nicht anknüpfen. Sie blieb im bildkünst-lerischen Bereich zumeist akademisch.
Marianne Brandt hat auch mangels Partnerschaft - Formge-staltung verlangt arbeitsteilige Pro-zesse - nicht mehr funktio-nal gearbeitet. Ihr fehlte das Kollektiv, die schöpferi-sche Atmosphäre, in der sich ihr Können besonders in der Form-gestaltung hätte verwirklichen können. Dieser kre-ative Umkreis war in ihrer Umgebung nicht vorhanden. "Für Produktgestaltung ist die Bin-dung zu den seriell umsetzenden und planenden Prozessen etwas Elementares, ist Vorausset-zung. Wenn sie die Produktgestaltung in diesem Jahrhundert überfliegen, dann gibt es nicht viele frei entstandene Arbeiten ohne diese originäre Bindung. Das hat ihr gefehlt." (Dietel 1994)

Ein Jahr später - 1968 - waren ein Teil ihrer Bauhaus-Werke in der vom Württembergischen Kunstverein in Stuttgart initiierten Ausstel-lung "50 Jahre Bauhaus" zu betrachten. Langsam spürte sie ein Interesse des Westens an ihren Arbeiten. In diesem Zeitraum bewarben sich die Württembergischen Metallwarenfabriken um die Nachproduktion einer Aschenschale (MT 35) aus Marianne Brandts Bauhaus-Zeit. Leider wurde die Lizenz vom Ministerium mit der zyni-schen Begründung abgelehnt, man könne ihn selbst produzieren, was aber nie geschah. (Lange 1990)
Zeitgleich mit der fehlenden Beachtung ihrer Person und Ar-beiten in der DDR begann beson-ders das Bauhaus-Archiv Darmstadt sich für Marianne Brandt zu interessieren. 1969 stellte es eine große Bauhaus-Ausstellung, auch mit Expo-naten von Marianne Brandt, die sie dem Archiv zum Teil schon 1966 überlassen hatte, zusammen. In einem Brief an Hajo Rose berichtete sie: "Herr Hans Wingler schrieb selbst sehr liebenswürdig und sonst ausführlich, würde meine Sa-chen gern dem Archiv einverleiben, was mir durchaus recht wäre, denn hier überleben sie mich bestimmt nicht. ... Nun kann es sein, daß, wenn man doch fragt, ob ich etwas dafür will: sprachst Du nicht von einem großen ausführlichen Bauhausbuch ...?" (BHA 10134) Sollte es wirklich so ge-we-sen sein, daß Marianne Brandt als Gegenleistung für ihre Arbeiten schüchtern und zurück-haltend um ein Bauhaus-Buch fragt?
Auch in Paris waren Arbeiten von ihr ausgestellt, wovon Marthe Bern-son in einem Brief berich-tete. (Bernson 1969) An der großen 5. Europäischen Kunstausstellung "Tendenzen der zwanzi-ger Jahre" 1977 in Berlin (West) war sie ebenfalls mit eigenen Werken vertreten, wahr-schein-lich aber als Leihgaben des Bauhaus-Archivs. Erst in diesem Jahr wurde das Wissen-schaftlich-Kulturelle Zentrum Dessau gegründet, ein bescheidener Neubeginn zur Wiederauf-nahme der Tradition des Bauhauses in der DDR. Bereits 1972 stellte das Weimarer Bauhaus seine Samm-lungsbestände in den Städtischen Museen von Karl-Marx-Stadt aus. Hans Brockhage besuchte gemeinsam mit Marianne Brandt und einem rumänischen Künstler diese Ausstellung. Sie erzähl-te und berichtete ausführlich über Ziele, Grundsätze und gab Anekdoten des Bauhauses zum Besten, "vor 14 Tagen mit Hans Br., der einen Rumänen nebst Dolmetscherin zu betreuen hat-te, hier in der Bauhaus-Ausstellung. Es war ein wirklich erstaunliches Zusammentreffen: Ich schlug ihm vor, daß wir es zusammen anschauen wollten, u. er brachte diese beiden ganz reit-zenden Leute mit, da sie ausgesprochen dafür interessiert waren, er als Kunst-Pädagoge, der ähnliche Bestrebungen an seinem Institut verwirklicht". (Brandt 1972a) In eben diesem Brief äußerte sie sich, was sehr selten vorkam, zum aktuellen Kunstgeschehen. "Das neue Blatt 'Mit-teilungen' v. der Dresdner Kunstausstellung ist katastrophal, bis auf die 2 Akte (Plastiken) u. 'Frau u. Brot' von Swetlin Russew ist das Meiste: Käse! und die Vorbilder unverkennbar zum Teil". (Brandt 1972a)
Die wachsende Anerkennung aus dem westlichen Teil des Landes und nun beginnend in der DDR gab ihr Bestätigung, konnte aber ihre unmittelbaren Lebensbe-dingungen nicht bessern. Wie wenig das Bauhaus Beachtung fand, besonders in ihrer Hei-mat-stadt, zeigte sich in folgender Episode. Marianne Brandt beabsichtigte, ihr sehr seltenes und wertvolles Buch "Staatliches Bauhaus Weimar 1919-1923" von 1924, das mit ihren Ex Libris versehen war, den damaligen Städtischen Museen von Karl-Marx-Stadt zu schenken, die aller-dings kein Bedarf und Inter-esse hatten und es zurückgaben. Dieses augenscheinliche Desin-teresse könnte aber auch der offizi-ellen ideologischen Ablehnung dem Bauhaus gegenüber geschuldet gewesen sein, bestä-tigte Ma-ri-anne Brandt aber in der Ahnung, daß ihr Werk in der DDR keine Zukunft hat. Und tatsächlich fand erst viel zu spät und nur sehr vereinzelt eine Aufarbeitung ihres Lebens und Werkes statt. Diese Abkopplung muß für Marianne Brandt furchtbar gewesen sein. Sie war von der Welt ab-ge-schnitten und verinnerlichte dies in ihren Arbeiten.

Mindestens ab 1960 war Marianne Brandt Mitglied im Verband Bildender Künstler Deutsch-lands. Durch die Teilnahme an Vor-standssitzungen nahm sie am gesellschaftlichen Leben teil, und fand einige wenige Gleichgesinnte. Vermutlich lebte sie sehr isoliert. Selbst pro-gressive und interessierte Künstler des damaligen Karl-Marx-Stadt erfuhren erst sehr spät, daß Marianne Brandt, eine erfolgreiche Metallformgestalterin des Bauhauses, in der glei-chen Stadt lebte. "Ich habe erst sehr spät erfahren, daß Marianne Brandt in der Stadt war. Als wir es mitbekamen, ha-ben wir versucht, uns zu kümmern, luden sie ein in die Sektion. ... Später wurde sie in die 'gale-rie oben' eingeladen. Das war für sie wesentlich, da sie sich bestätigt fühlte. Denn sie war sehr scheu geworden, litt unter einem doppelten Trauma, das der Nazizeit und des Stalinismus (For-ma-lismus). Sie war glücklich, als sie spürte, wie ihre Sache aufgenommen wurde." (Dietel 1990) Aus dieser Anonymität in ihrer provinziellen Heimatstadt kam sie heraus, als sie anläßlich einer Vollversamm-lung der Sektion Formgestaltung und Kunsthandwerk des Verbandes Bilden-der Künst--ler zu einem Gespräch eingeladen wurde. Diese Diskussion gab ihr Mut und Bestäti-gung. Sie war glücklich darüber, daß viele Kollegen sich gegensätzlich zu den Erfah-rungen ver-hielten, die sie zwanzig Jahre lang machen mußte. Sie schrieb an Max Gebhard: "Der Verband kümmert sich um mich, da habe ich nicht zu klagen; es sind einige sehr nette Mitglieder, die es vorwiegend tun." (Brandt 1976a). In der Folgezeit, nun schon über 70 Jahre alt, nahm sie oft an den Sek-tions--sitzungen des Verbandes Bildender Künstler teil. Zum Bauhäusler-treffen 1972 traf sie viele alte Freunde aus der Bauhaus-zeit. "Das Bauhäusler Treffen war von unbeschreiblich erregender Wirkung auf mich. Das Archiv ja noch immer nicht endgültig aber doch schon sicher eindrucks-voll, für die die es besuchten. Am nächsten Tage eine interessante Bus=Rundfahrt im Hinblick auf eine Westberliner Baubilanz, kreuz u. quer, zuletzt in der Nationalgalerie (Mies van der Rohe = Bau) eine sehr umfangreiche Turner-Ausstellung, Aquarelle u. Ölbilder." (Brandt 1972b)
Anläßlich einer Ausstellungs-eröffnung von Hans Brockhage, einer ihrer Studenten von der Dresdener Kunsthochschule, wurde Marianne Brandt 1975 von der "galerie oben", einer schon damals progressiven Kunstgalerie , zu einem Ge-spräch eingeladen. Sie spürte, daß insbesondere das junge Publikum hinter ihr stand. Anfang der siebziger Jahre war es immer noch schwierig, sich für das Bauhaus einzusetzen.
Viele Einrichtungen wurden, in Abgrenzung zur BRD, umbenannt, so etwa der Verband Bilden-der Künstler Deutschlands in Verband Bildender Künstler der DDR. Ebenso wurde u. a. mit dem Kulturbund und der "Deutschen Kunstausstellung", die nun "Kunstausstellung der DDR" hieß, verfahren. Der offizielle Kulturaustausch mit der BRD beschränkte sich einseitig auf die Zusammenarbeit mit der SED. Die 1973 begonnenen Gespräche beider Regierungen scheiter-ten.
Gesundheitliche Probleme
Marianne Brandt hatte bereits längere Zeit gesundheitliche Probleme mit dem Hüftgelenk, was sie stark behinderte. Ein Freund der Familie, Prof. Seyfarth, führte zwischen 1958 und 1962 in Rostock eine Operation zur Entspannung der Hüfte durch. Nachdem dies für einige Jahre die Schmerzen linderte, wurde ihr mit Hilfe ihrer Schwester Susanne in Berlin (West), die die Ver-mittlung und Finanzierung übernahm, 1971 in St. Georg, Schweiz eine Hüftprothese eingesetzt, die allerdings wenig Besserung brachte. Laufen war fast nur am Stock möglich, der aber kaum Erleichterung brachte.
Marianne Brandt erhielt eine, in Relation zum Durchschnitt gesehen, hohe Rente, die sog. Intelligenzrente. Falls Marianne Brandt ernste und in der DDR schlecht zu lösende Probleme hatte, wandte sie sich an ihre Schwester Susanne, die sie unterstützte. Alle drei Schwestern hatten ein gutes Verhältnis untereinander, hielten zusammen und standen im ständigen Briefkon-takt. Manch--mal trafen sie sich zur gemeinsamen Hausmusik. Marianne Brandt spielte viele Musik-in-stru-mente, Geige, verschiedene Flöten und Akkordeon, schon 50jährig lernte sie Cello dazu. Für damalige Zeit provokativ färbte sie sich ihre Haare knallrot, schnitt sich selbst einen Pagen-kopf. "Sie trat früh mit einem Herrenschnitt auf. Da hatte das noch niemand. Alles hat ihr nach-ge-guckt, wenn sie die Straße in Chemnitz entlang ging. Marianne Brandt war in ihrer Klei-dung immer provozierend. Sie trug fast immer rote Haare, auch noch im Alter." (Lange 1990) "Marianne Brandt war es egal, wie man über ihr Aussehen, ihre Klei-dung dachte. Das gehört zu ihrem ungewöhnlichen Selbstbewußtsein dazu. Sie fand es spießig, wie andere Leute rumliefen. Sie fiel auf und das war ihr auch recht. Sicher kommt das vom Bauhaus. ... Sie waren Auserle-se-ne. Sie hat sich überhaupt nicht gekümmert, was andere Leute gedacht oder gesagt haben. Vom Bauhaus sind sie sehr gestärkt worden. Und das hat sich über viele Jahre gehalten." (Spies 1991)

Der Schwester Johanna ging es im hohen Alter gesundheitlich schlechter. Sie war die aktivere und erledigte den Haushalt. "Marianne Brandt pflegte ihre Schwester so gut sie konnte. "Aber es war nicht ihre Stärke. Drum bin ich öfters hingegangen. Und dann kam auch die Gemeinde-schwester." (Kuntze 1991) "Hanne Liebe war das Hausmütterchen. Marianne Brandt war Künst-lerin, brauchte im Haushalt kaum etwas zu machen." (Seyfarth 1991)
Die Schwestern waren auf fremde Hilfe angewiesen, die manchmal aus der Nachbarschaft kam, z. B. half Rosemarie Kuntze. An den regel-mäßig stattfindenden Kaffee-Kränz-chen nahm Mari-anne Brandt, obwohl bedrängt, meistens nicht teil. Von der Kunsthandwerkerin Lieselotte Lange aus Kirchberg kam fast jeden Sonntag Hilfe. Manchmal half eine Cousine und machte sauber. Ma-rianne Brandt schrieb 1975 an Freunde: "Im Grunde lebe ich so abseits und bin gar nicht mehr, die ich war." (Brandt 1975).
Im Frühjahr 1976 starb Hanna und ließ eine einsame Marianne Brandt zurück. Rosemarie Kuntze erzählt von dieser Zeit. "Dann starb die Hanna. Sie war nun sehr alleine und da rief sie mich manchmal an und sagte: Ich habe den ganzen Tag noch nicht mit einem vernünftigen Men-schen gesprochen. Dann ist sie auch noch paar Mal bei uns gewesen." (Kuntze 1991) In solchen Momenten erzählte sie oft von ihrer Zeit am Bauhaus. Vielen war dieser Name noch kein Be-griff. "Sie wollte sich auch ein bißchen unterhalten. Da hat sie mir dann erstmal erzählt, was das Bauhaus eigentlich wollte, was das bedeutet hat, und daß das schöne glückliche Jahre gewe-sen waren, dieser Zusammenschluß von dem Praktischen und dem Schönen ..." (Kuntze 1991) Gleich-zeitig konnte sie aber auf eine Frage nach dem Bauhaus sehr ablehnend reagieren.
Den Tod ihrer Schwester konnte sie kaum verschmerzen. "Es bleiben viel leere Stunden, ob-wohl ich mich beschäftige. Aber alles eben leer, lohnt nicht. Meine arme Hanna fehlt mir allzu sehr." (BHA 10007/6) Es ging ihr gesundheitlich sehr schlecht. An Liselotte Lange, die sich um sie sehr lieb kümmerte, schrieb sie: "Dank für den letzten Sonn-abend und Hoffnung auf den nächsten. ... Ich werde täglich unselbständiger. Was soll werden? ... Die schöne Wohnung war nur ein Traum fürchte ich und das traurige Ende wird Pflegeheim sein. Das tut weh, gute Lola!" (BHA 10007/1).

An der Eröffnung der Bauhaus-Ausstellung in Leipzig 1977, zahlreich bestückt mit ihren Wer-ken, die sie noch besaß und nun abgegeben hatte, konnte sie noch teilnehmen. Sie überließ der Galerie am Sachsenplatz sogar ein kleines Aquarell von László Moholy-Nagy, das er ihr 1927 in Dessau geschenkt hatte, allerdings mit dem Versprechen der Galeristen, all "die uns überlasse-nen Dinge sind bei uns in guten Händen und werden schließlich ihren Platz in der Dessauer Samm-lung finden". (BHA 11774/5) Sie trennte sich auch von einer Weberei von Helene Schmidt-Nonne. "Den Flickenteppich von der Schmidt-Nonne bin ich nun doch bereit abzuge-ben, schön wäre es, wenn ihn Dessau später mal bekommt. Ganz leicht ist mir der Entschluß nicht gewor-den, können Sie sich denken, aber es bleibt dabei." (Brandt 1976c)
1976 erteilte sie auf Anfrage einer Pariser Galerie die Herstellungserlaubnis für eines ihrer Tee-Extraktkännchen von 1924 und für den Aschenbe-cher mit Zigarettenablage und Kippdeckel vom gleichen Jahr. (Brandt 1976b)
Die Eröffnung des Dessauer Bauhauses nach erfolgter Rekonstruk-tion am 4. 12. 1976 war ihr nicht mehr erlaubt, persönlich mitzuerleben, sie mußte die Einladung ablehnen. Anläßlich dieser Eröffnung erhielt sie eine Auszeichnung der Bauakademie der DDR. "Aus Anlaß des 50. Jahres-tages der Eröffnung des Bauhauses in Dessau wird Frau Marianne Brandt die Medaille 50 Jahre Bauhaus Dessau 1926 - 1976 in Anerkennung und Würdigung besonderer Verdienste um die Wahrung des humanistischen Erbes des Bauhauses verliehen." (Medaille 1976) In einem Brief an ihre Schwester erwähnte sie diese Auszeichnung. (Brandt 1979c) "Heute war Wolf Rößger da mit einem Kollegen von der Bauakademie in Dessau. Ich erntete eine Medaille als alte Bauhäus-ler-in. Wohin damit? ist hier die bange Frage. Sonst war das nach langen Jahren ein nettes Tref-fen." (Brandt 1977)
Sehr allmählich und vereinzelt begann die nationale Anerkennung ihrer Tätigkeit am Bauhaus nun auch in der DDR. Ihre gesundheitlichen Probleme waren zu stark, als daß sie rechte Freude darüber empfinden konnte. Sie konnte nur mit einem gewissen Hohn und Spott darauf reagie-ren. "Sie hat ihre späte Würdigung spöttisch betrach-tet, daß es zu spät kommt, daß es über-haupt kommt." (Spies 1991)
Umzug ins Altersheim nach Kirchberg
Marianne Brandt schrieb an Liselotte Lange. "Die Lage ist lei-der noch schlechter, als wir dach-ten. Laut Röntgenbild ist vom linken Hüftknochen nichts mehr da. Ich fühle mich verzweifelt. Es gibt keinen Trost. Sie fehlen mir sehr. Ist Ihr Pflegeheim aufnahmebereit? Bitte! ergründen Sie das bis sie kommen, wenn möglich, oder was sonst?" (BHA 10007/8) Liselotte Lange beabsich-tigte, Marianne Brandt zu-nächst in einer altersgerechten Wohnung in Kirchberg unterzubringen, was an ihrer Unselbstän-digkeit infolge der Krankheit scheiterte. "Liebe Lilo, es ist alles so viel verlangt von Ihnen, und ich weiß es gar nicht zu schreiben, was mir durch den Kopf geht; beson-ders bei Nacht. Da krame ich in meiner Wohnung in allen Fächern und Kästen. Ich müßte wohl eigentlich noch einmal dort sein, bevor alles auffliegt und zu Ende ist! Für heute grüße ich sie und will froh sein, sie wieder zu sehen!" (BHA 10007/2) In einem anderen Brief schrieb Mari-anne Brandt, "Eigentlich lohnt es sich wohl kaum mehr, mich an einen neuen Ort zu versetzen, es geht mir nicht besonders gut, obwohl ich mich bemühe, mich nicht ganz umwerfen zu lassen. ... Zudem macht mir auch kleine China-Sammlung Sorge, es ist ja nicht nur der goldene Schrank, es ist die Spielzeugsammlung über dem Bett, die Vitrine die Masken etc. ... Auch die Haus-Über-gabe. Ich fühle 1000 Schwierigkeiten voraus". (Brandt 1976d)
Einige Male wurde sie in Karl-Marx-Stadt von einem kleinen katholi-schen Krankenhaus aufge-nommen, das vorübergehend auch ältere Leute zur Pflege aufnahm, blieb zwei oder drei mal einige Wochen. "Da hatte sie es auch recht gut gehabt. Sie hat der Oberin zum Abschied einen Rauschgoldengel geschenkt." (Kuntze 1991)

Im März 1977, 83 Jahre alt, übersiedelte sie nach einem kurzen Krankenhausaufenthalt nach Kirch-berg ins dortige Alters-heim, in die Nähe ihrer Kollegin und Freundin Lieselotte Lange, die sich lange sehr intensov um sie kümmerte. Marianne Brandt hatte für diesen Fall nicht vorge-sorgt, hatte keinen Pflegeplatz beantragt. Diesen für sie in so kurzer Zeit zu beschaffen, war nahe-zu unmöglich. Karl-Marx-Stadt stellte trotz Bemühungen leider keinen Platz zur Verfügung. Dem Engagement von Liselotte Lange, Clauss Dietel und Heinz Hirdina, die gegen staatliche Bü-ro-kratie angingen, war es zu verdanken, daß sie eine Unter-kunft, wenn auch nur in einem Vier-bettzimmer, erhielt.
Die Schwester Susanne berichtete kurz nach dem Umzug. "Ich habe zwei ganz kleine Briefchen von ihr aus Kirchberg, der erste ganz deprimiert, der zweite eine spur besser - aber auch noch ganz negativ. Und ich fürchte da wird sich nicht viel ändern. Ich verstehe das auch: nicht laufen können, schlecht sehen, fast ganz auf die Hilfe anderer Menschen angewiesen sein, mit 3 frem-den Frauen im gleichen Raum ohne jede Aussicht auf eine bessere Zeit nur mit der Hoffnung es möge das Ende nicht zu fern sein." (Lafeldt 1977b) Und nach einem Besuch zu Marianne Brandts Geburtstag in Kirchberg äußerte sie in Briefen an Liselotte Lange von ihrem Zustand. "Trotz der Erschütterung die mir das Wiedersehen mit meiner geliebten Marianne bereitet hat. Es hat nachträglich viele Tränen gekostet ... Ich kann und kann ihr nicht wünschen noch lange in ihrem so sehr behinderten Zustand im Heim leben zu müssen." (Lafeldt 1977c) Außerdem schrieb sie 1983, "Es ist ja so verständlich: ein geistig reger begabter Mensch 5 Jahre auf ein Bett mit eini-gem Zubehör und 3! fremden alten Frauen angewiesen. Sie selbst bezeichnet Dich als ihren ein-zi-gen Trost". (Lafeldt 1983a) Die letzten Jahre ihres Lebens verbrachte sie gemeinsam mit älter-en Damen, die doch andere Interessen hatten und sich vorwiegend über Haushaltdinge unter-hiel-ten. Sie hatte bis ins hohe Alter hinein gefärbte rote Haare. "Marianne Brandt war nie ein Hausfrau gewesen. Da ihr eigener Charakter auch nicht ein-fach war, gab es öfters Probleme. ... Sie war eine emanzipierte, selbstbewußte und auch hochmütige Frau, witzig und gebildet. Mit ihren Bettnachbarinnen war sie oft böse, immer spöttisch." (Spies 1991) Die Verhältnisse im Altersheim waren nicht die Besten, viele Treppen, kaum Bademöglichkeiten. Aber es gab einen schönen großen Garten. Ab und zu besuchten sie Freunde.

Ihr Freundschaftskreis half, so gut es ging. Hans Brockhage holte sie zu den Sektionssitzungen des Verbandes Bildender Künstler in Kirchberg ab und fuhr sie mit dem Auto nach Karl-Marx-Stadt. Ebenso halfen Dieter Groh, der für sie Möbel zimmerte, und Lieselotte Lange, die für das Altersheim Veranstaltungen organisierte, Weihnachten gemeinsam mit Marianne Brandt in ihrer Wohnung feierte. 1977 wurde das Richtfest des Gropiusbaues in Berlin, des Bauhaus-Archives gefeiert. Jutta Kuhr, mit der Marianne Brandt korrespondierte, berichtete davon. "Ob Sie es schaf-fen, nach Berlin zu kommen?" In diesem Brief vom 6. März 1977 berichtete sie von einer Kepes-Ausstellung im "Bauhaus-Museum". "Als Herr Wingler in seiner Rede auf die ständige Schau-sammlung hinwies, erwähnte er als besondere Neuerwerbung 3 hervorragende Stücke von Marianne Brandt -Teekanne - Zuckerdose und Milchtopf in Silber. Wirklich wunderschön - alles pilgerte zum Schaukasten und war voller Bewunderung. Schön, wenn Sie etwas von dem gezahlten Preis hätten." An anderer Stelle reagierte sie auf einen Brief von Marianne Brandt. "Mich hat ihr Brief sehr erschüttert, und ich würde Ihnen so gerne helfen, wenn ich nur wüßte, was ich für sie von hier aus tun könnte. Lassen Sie mich es wissen, wenn Ihnen etwas einfällt, womit Ihr Los zu erleichtern wäre. Vielleicht freut es Sie, wenn ich Ihnen sage, daß der Hin Bredendieck sie herzlich grüßen läßt." (Kuhr 1977) Mit ihm war der Briefwechsel nie abgebro-chen. Er beabsich-tigte im Sommer des Jahres 1977 nach Deutschland zu kommen, wollte Mari-anne Brandt besuchen und Kontakt mit der Zeitschrift "form und zweck" aufnehmen. "Auch möch-te ich so gerne auch Dessau wieder sehen und auch andere Bemerkenswerte Städte in der DDR!" (Bredendieck 1977) Und zwei Jahre vor ihrem Tod schrieb er in einem Brief. "Liebe Ma-rianne, gerade erhielt ich deinen Brief und er freut mich so sehr von dir zu hören, habe ich doch so oft an dich ge-dacht. (Bredendieck 1981)
Auch die Schwester Susanne aus Berlin (West) schrieb oft und besuchte sie. Von einem Besuch 1978 berichtete sie. "Als wir uns am Freitag früh bei ihr verab-schiedeten saß sie am Tisch krei-deweiß, und wie mir schien, teilnahmslos vor sich hinblickend. Wir wissen nicht ob sie uns in den 3 Tagen überhaupt zur Kenntnis genommen hat, mir kam es vor als sei sie schon halb im Jen-seits. So weh es tut, ich kann ihr im Grunde nur ein baldiges Ende wünschen." (Lafeldt 1978) Auch Albert Krause war ihr in dieser Zeit ein guter Freund, ebenso Hajo Rose. Jener stellte zusammen mit ihr und Kurt Schmidt 1979 im Dresdener Kup-ferstichkabinett aus. Kurz darauf erarbeitete die Zeitschrift "form & zweck" einen Artikel über Marianne Brandt am Bau-haus. Heinz Hirdina, der sie zu diesem Zweck gemeinsam mit Clauss Dietel besuchte, versuchte da-raufhin, einen Rollstuhl zu "organisieren". Sie war unbedingt darauf angewiesen, stand vor dem Problem der Unbe-weglichkeit. Bisherige Bemühungen der Schwe-ster Susanne in Berlin (West) scheiterten an einem Einfuhr-verbot. Nachdem das Amt für indu-strielle Formgestaltung in Berlin größere "Hebel" ansetzte, hätten plötzlich zwei Rollstühle eingeführt werden können.

Marianne Brandt hatte zeitlebens gern gelesen und war wie ihr Vater Goethe-Verehrer, las eng-li-sche und französische Bücher in der Originalsprache. "Aber das Augenlicht ließ nach und nahm ihr auch diese Möglichkeit, die leeren Stunden zu überbrüc-ken. Bis zu ihrem Lebensende blieb sie geistig glasklar, nur die Physis machte sie kaputt. Eine Zeitlang hat sich Marianne Brandt aus der Blindenbibliothek in Leipzig Bücher mit großen Buch-staben schicken lassen. Es war für sie das Schlimmste, daß sie nicht selbst lesen konnte. Liselotte Lange hat ihr später oft vorge-lesen." (Spies 1991)

Nun im hohen Alter war Marianne Brandt international und jetzt auch natio-nal hoch anerkannt. Aus aller Welt trafen Glückwünsche zu ihrem 85. Geburtstag ein. Walter Heinz Allner, ein ehemaliger Bau-häusler, schrieb aus New York in einem Telegramm, "bahnbrechend waren ihre noch immer und ueberall hochbewerteten arbeiten" (BHA 11773/1), ebenso Herbert Bayer, "ich habe immer große achtung und bewunderung für deine arbeit gehabt". (BHA 11773/2) Hin Bredendieck schickte Marianne Brandt aus Atlanta ein Weihnachtspaket. "Ich denke oft an dich und möchte dich gerne bald besuchen. Aber das kann nur im nächsten Frühjahr sein. Dann möch-te ich auch Dessau besuchen und das renovierte Bauhaus wiedersehen." (BHA 11773/5) Xanti Schawinsky schrieb, "Wir leben in Italien und New York abwechs-lungsweise. In jedem Haus haben wir Deinen hokus-Pokus Aschen-becher, für uns Kettenraucher." (BHA 11773/27)
Zu den Gratulanten gehörten u. a. auch Roman Clemens, Edmund und Lotte Collein, Werner Drews, Dolly Fieger, Tut Schlemmer, Selman Selmanagic, Arieh Sharon, Gunta Stadler-Stölzl, Wilhelm Wagenfeld, Ladislav Foltyn, Peter Keler, und außerdem Hermann Klumpp, Grete Reichhardt, Albert Hennig, Kurt Schmidt, Albert und Eva Krause, das Ehepaar Max und Regina Gebhard, Hajo Rose, Wolf, Ise und Cornelia Rössger, die wie Marianne Brandt in der DDR lebten. Eine Bekannte aus Dresden schrieb. "Ich bin dankbar, daß ich Ihnen im Leben begegnen durfte." (BHA 11774/8) Überdies erhielt sie Geburtstagsgrüße vom "Ständigen Arbeits-kreis Bau-hausforschung", von der Leipziger Galerie am Sachsen-platz und den Staatlichen Kunstsamm-lung-en zu Dresden, insgesamt eine tolle Anerkennung ihres Lebenswerkes. Aber diese so zahl-reichen Grüße konnten Marianne Brandt nur wenig aufrichten. Ihr ging es gesundheitlich zu schlecht, um sich darüber wirklich freuen zu können. In einem Brief an ihre Schwester Susanne bedauerte sie, das schöne Wetter nicht genießen zu können. "Niemand ist gekommen, um mich in den Park zu bringen und alleine kann ich es eben nicht. Das ist oft bitter. Es ist schwer so ab-hängig zu sein." (Brandt 1979b)

Am 18.6.1983 starb Marianne Brandt in Kirchberg. Nur wenige fanden sich am 25. 8. 1983 zur Beerdigung auf dem Karl-Marx-Städter Nikolai-Friedhof ein und verfolgten die Trauerrede von Clauss Dietel, in der es u. a. heißt: "so nimmt es nicht wunder, wenn jene, der wir heute hier die letzte ehre erweisen, in europa, übersee und fernost weithin mit name und arbeiten bekannt ist, in ihrer heimatstadt aber nie die würdigung ihrer leistungen fand und nur ganz wenigen ein be-griff war und ist. es ist deshalb sehr viel, fast alles aufzuarbeiten, um dies zu verän-dern. denn kein anderer bildender Künstler aus unserem gebiet hat in diesem jahrhundert eine ausstrahlung erreicht, die größer ist als die von marianne brandt. ... im sinne histori-scher gerechtigkeit für die verstorbene ist für anerkennung und würdigung ihres werkes vor allem hier in ihrer heimatstadt noch alles zu tun." (Dietel 1983)